20190409 191747Da gegenwärtig gesellschaftliche Ansätze, den Holocaust zu relativieren oder das Gedenken daran ad acta zu legen, immer wieder Grund zu Besorgnis geben, gilt auch etwa 75 Jahre nach den Ereignissen des Holocausts noch immer: Sich zu erinnern ist der beste Weg gegen das Vergessen.

 

Aus diesem Grund haben am 28. und 29. März 2019 45 Schülerinnen und Schüler des neunten und zehnten Jahrgangs der Gesamtschule Ibbenbüren an einer zweitägigen Fahrt zur Gedenkstätte Bergen-Belsen teilgenommen. Begleitet wurden sie von drei Lehrkräften und den Ehrenamtlichen Richard und Maria Frank.  Vorangegangen waren mehrere Seminartermine, um sich auf die besondere Situation vorzubereiten. In zahlreichen Workshops, Besichtigungen und Führungen wurde der Gruppe an den beiden Tagen die Geschichte des ehemaligen Kriegsgefangenen- und Konzentrationslagers im Ortsteil Belsen der Gemeinde Bergen im Kreis Celle nähergebracht. Besonderen Eindruck bei allen Beteiligten hinterließ die Begehung der ehemaligen Fläche des Konzentrationslagers. Der Kontrast einer idyllischen Naturlandschaft, die aber von Massengräbern mit zahllosen Toten zerrissen wird, legte die Last der Geschehnisse spürbar auf die Schultern der Schülerinnen und Schüler.

Der Tenor auf der Busfahrt zurück nach Ibbenbüren am Freitagnachmittag war einhellig: Durch die Anschaulichkeit der Gedenkstätte wurde das schwierige Thema „Holocaust“ greifbarer, als dass es der alltägliche Geschichtsunterricht ermöglichen kann. Die sicherlich emotional nicht einfache Besichtigung der Gedenkstätte wird den Schülerinnen und Schülern im Gedächtnis bleiben, wodurch sie wiederum ihren Beitrag zum Erinnern und Mahnen an den Holocaust in Zukunft leisten können.

10.04.2019, Lars Wilberding