deVries

Dies waren die letzten Worte, die Irene de Vries an ihre Tochter Erna richtete, bevor sie im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau ermordet wurde.

Erna de Vries überlebte den Holocaust und erzählt viele Jahre später von ihrem Schicksal als eine von Millionen, die unter dem NS-Regime leiden mussten. Sie will den Millionen Toten ein Gesicht geben und hat an unserer Schule am 12. April aus ihrem Leben erzählt.

Die Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 9,10 und EF hörten konzentriert und aufmerksam zu, kaum ein Flüstern, kaum eine Regung bei dem folgenden 60-minütigen Vortrag. Sie haben schon zuvor die Themen NS-Zeit und Holocaust im Unterricht behandelt, aber diese persönliche Begegnung gab der Geschichte ein Gesicht.

Erna de Vries erfüllt den letzten Wunsch ihrer Mutter und informiert über diese Zeit. Etwas wie der Holocaust darf nie wieder vorkommen! Gerade, wenn man die aktuellen politischen Strömungen betrachtet, ist es wichtig, dass ein klares Zeichen gegen Hass gesetzt wird und uns vor Augen geführt wird, was noch vor weniger als einem Jahrhundert für Schrecken in Deutschland geherrscht haben. Erna de Vries hat uns mitgegeben, dass wir gegen Ungerechtigkeiten vorgehen müssen, und diesen Gedanken sollten wir umsetzen.

Ganz herzlich möchten wir uns bei Erna de Vries, Christoph Moormann (Schulseelsorger), Herr Heinze (Christus Kirche) und Frau Burkert (Förderverein) bedanken!

Ibbenbüren, 10.05.2019 Katharina Rymer