Eine Bigband-Klasse – was wird da eigentlich gemacht?

Eine Bigband-Klasse ist zunächst mal eine ganz normale Gesamtschulklasse. Da wird gemeinsam Mathematik, Deutsch, Sport etc. gelernt. Einzig im Fach Musik läuft das Ganze etwas anders. Den „normalen" Musikunterricht kennen ja alle: da wird gesungen, mal mit der Flöte, mal mit der Gitarre, mal mit Trommeln musiziert. Dann wird natürlich auch noch Theorie gelernt (was bedeuten eigentlich die „komischen Kuller auf den fünf Linien" etc...).

In der Bigband-Klasse ist der Musikunterricht deutlich verändert: da wird zu einem ganz ganz großen Teil praktisch musiziert. Und zwar nicht auf wechselnden Instrumenten, sondern jedes Kind hat sein eigenes Instrument, welches es zum Unterricht mitbringt und dort spielt. Der Unterricht läuft dann halt so, dass gemeinsam Musik gemacht wird, und „ohne dass man's merkt" auch die Theorie mit gelernt wird, denn die braucht man ja, um sich irgendwie zu verständigen. Und dann macht's halt eben auch total Sinn, dass es gewisse Regeln in der Musik gibt, dass es eine Fachsprache gibt. Und jeder merkt sofort, dass diese Fachsprache nicht dazu da ist, um Schüler mit nutzlosem Wissen zu quälen, sondern, dass das eine ganz wichtige (und weil's ja *praktisch* angewendet wird) und sehr sinnvolle und einfache Sache ist. Also ist all das, was im „normalen" Musikunterricht dann theoretisch gelernt wird, ist in einer Bigband-Klasse ganz automatisch mit dabei.

Der Bigband-Klassenunterricht ruht auf zwei Säulen:

    • Dem Instrumentalunterricht (= „Stimmprobe"), den die Kinder in ihren Instrumentengruppen haben (also „alle Flöten" / „alle Klarinetten" / etc.). Hier lernen die Kinder unter Anleitung und mit Hilfe von qualifizierten Instrumentalpädagogen der Musikschule Ibbenbüren die Fertigkeiten auf ihrem Instrument.
    • Dem Musikunterricht (= „Tuttiprobe"), in dem sich alle Kinder mit ihren Instrumenten und den aus den Stimmproben erworbenen Kenntnissen treffen. Hier werden -wie in einer Orchesterprobe- die eingeübten Stimmen zu einem Orchestersatz zusammengesetzt

Eine Bigband-Klasse – was wird da eigentlich gemacht?

Eine Bigband-Klasse ist zunächst mal eine ganz normale Gesamtschulklasse. Da wird gemeinsam Mathematik, Deutsch, Sport etc. gelernt. Einzig im Fach Musik läuft das Ganze etwas anders. Den „normalen" Musikunterricht kennen ja alle: da wird gesungen, mal mit der Flöte, mal mit der Gitarre, mal mit Trommeln musiziert. Dann wird natürlich auch noch Theorie gelernt (was bedeuten eigentlich die „komischen Kuller auf den fünf Linien" etc...).

In der Bigband-Klasse ist der Musikunterricht deutlich verändert: da wird zu einem ganz ganz großen Teil praktisch musiziert. Und zwar nicht auf wechselnden Instrumenten, sondern jedes Kind hat sein eigenes Instrument, welches es zum Unterricht mitbringt und dort spielt. Der Unterricht läuft dann halt so, dass gemeinsam Musik gemacht wird, und „ohne dass man's merkt" auch die Theorie mit gelernt wird, denn die braucht man ja, um sich irgendwie zu verständigen. Und dann macht's halt eben auch total Sinn, dass es gewisse Regeln in der Musik gibt, dass es eine Fachsprache gibt. Und jeder merkt sofort, dass diese Fachsprache nicht dazu da ist, um Schüler mit nutzlosem Wissen zu quälen, sondern, dass das eine ganz wichtige (und weil's ja *praktisch* angewendet wird) und sehr sinnvolle und einfache Sache ist. Also ist all das, was im „normalen" Musikunterricht dann theoretisch gelernt wird, ist in einer Bigband-Klasse ganz automatisch mit dabei.

Der Bigband-Klassenunterricht ruht auf zwei Säulen:

    • Dem Instrumentalunterricht (= „Stimmprobe"), den die Kinder in ihren Instrumentengruppen haben (also „alle Flöten" / „alle Klarinetten" / etc.). Hier lernen die Kinder unter Anleitung und mit Hilfe von qualifizierten Instrumentalpädagogen der Musikschule Ibbenbüren die Fertigkeiten auf ihrem Instrument.
    • Dem Musikunterricht (= „Tuttiprobe"), in dem sich alle Kinder mit ihren Instrumenten und den aus den Stimmproben erworbenen Kenntnissen treffen. Hier werden -wie in einer Orchesterprobe- die eingeübten Stimmen zu einem Orchestersatz zusammengesetzt

Was muss ich können, um in die Klasse zu kommen? Muss ich schon ein Instrument spielen?

Anders als in einem Schulorchester oder einer bestehenden Band muss für die Bigband-Klasse überhaupt kein Vorwissen vorhanden sein. Es sind auch keine Instrumentenkenntnisse erforderlich. Erst Recht muss noch kein Instrument gespielt (oder angeschafft) werden. Wir lernen Noten-Lesen, Instrument-Zusammenbauen, Aufeinander-Hören „von Null an".

Das einzige, was aber unbedingt erforderlich ist, ist die Neugier und der Spaß, mit anderen Kindern Musik machen zu wollen. Sich auf Neues einzulassen und gemeinsam mit Anderen ganz tolle neue Erfahrungen machen zu wollen.

Darf ich mir dann ein Instrument aussuchen, dass ich lerne?

Ja und Nein. :-)

Ja: In den ersten Wochen probiert jedes Kind jedes Instrument aus (wir nennen das „Instrumentenzirkel"). Nach dieser Zeit wählt jedes Kind aus den Instrumenten drei Instrumente aus, die es sich vorstellen kann, in der Bigband-Klasse zu spielen. Zudem kann ein Instrument angegeben werden, welches in gar keinem Fall gespielt werden soll. Auf Grundlage dieser Wahl werden die Instrumente verteilt. So ist sichergestellt, dass jedes Kind ein Instrument spielt, welches es gewählt hat. (Klappt das? Ja! :-) Wir hatten bislang keinen Fall, in dem nicht eines der drei Wunschinstrumente zugeordnet werden konnte. Sehr häufig konnte sogar der Erst- oder Zweitwunsch berücksichtigt werden.) Insofern kann das Instrument in diesem Rahmen ausgesucht werden.

Nein: Was aber leider nicht möglich ist, ist eine Anmeldung zur Bigband-Klasse, die sich exklusiv auf ein Instrument beschränkt (Im Stile: „Ich will wohl in die Bigband-Klasse, aber nur, wenn ich da auch Klarinette spielen darf."). Klingt erst mal sehr streng, ist aber eigentlich gar nicht so wild, weil vermutlich kein Kind bislang tatsächlich alle Instrumente der Bigband-Klasse kennt. Wir haben es schon oft erlebt, dass gerade im Instrumentenzirkel ganz aufregende Erfahrungen gemacht werden, und Instrumente, die zunächst gar nicht bekannt waren, auf einmal sehr attraktiv sind. Genau das ist also die oben geforderte „Neugier" und „Lust, sich auch mal auf Neues einzulassen". Und wenn sich dann im Instrumentenzirkel bestätigt, dass *doch* das ursprünglich gewünschte Instrument das Wunschinstrument bleibt, kann das ja auch gewählt werden... :-)

Wie oft muss ich zu Hause üben?

Das lässt sich leider nicht so pauschal sagen. Die verschiedenen Instrumente haben zu unterschiedlichen Zeiten unterschiedliche Schwierigkeiten. So kann es also vorkommen, dass in einer Zeit, in der die Flöten vielleicht bis zu einer halben Stunde pro Tag (an vier von sieben Tagen) üben müssen, die Trompeten deutlich weniger üben müssen. Durch die Verzahnung mit dem „sonstigen Schulbetrieb" ist aber sichergestellt, dass es zu keiner Überforderung der Kinder kommen wird.

Anders als im „herkömmlichen Einzelunterricht" ist aber in der Bigband-Klasse die Erfahrung, dass das Üben nicht wirklich belastend für die Kinder ist, weil a) das gemeinschaftliche Musizieren immer wieder für neue Motivation sorgt und b) ohnehin durch den Musikunterricht und den Instrumentalunterricht im Laufe der Woche eine Regelmäßigkeit beim Musizieren entsteht, selbst wenn mal eine Woche lang nicht geübt werden könnte.

Als Ganztagsschule bieten wir natürlich auch die Möglichkeit, zum Beispiel in der Mittagspause in der Schule zu üben - im aktuellen Schuljahr wäre das sogar in einer betreuten OFFA möglich, in der man auch beim Üben noch Tipps und Hilfen bekommen kann.

Gibt es auch Auftritte für die Klasse?

Natürlich! Das ist ja ein ganz großer Motivationsfaktor - das gemeinsame „Fiebern" vor dem Auftritt, die gemeinsame Anspannung und Konzentration während des Auftritts und das unbeschreiblich tolle Gefühl nach dem Spielen während des Applauses (und natürlich danach) sind wesentliche Aspekte bei der Bigband-Klassearbeit.

Im letzten Jahr konnten die Kinder bereits vor Weihnachten - also nach etwa drei Monaten - bei ihrem ersten Konzert mitspielen. Dieses fand in der Ibbenbürener Schauburg statt, einem alten Kino, welches zu einem wundervollen Konzert- und Theaterraum umgebaut wurde. Gemeinsam auf so einer großen Bühne in einem so schönen Raum zu stehen und dort das erste Konzert zu spielen, war Gänsehaut pur. Und wir freuen uns riesig, dass wir die Schauburg auch in diesem Jahr wieder mieten konnten, um unsere Weihnachtsaufführung durchzuführen.

Was passiert nach den zwei Jahren in der Klasse? Ist das Projekt dann einfach zu Ende?

Auch hier wieder ein „klares Jein"

Die Bigband-Klasse endet nach zwei Jahren (also mit dem Ende der 6. Klasse), insofern „Ja!".

Es geht dann aber mit einer - dann freiwilligen - AG weiter. Diese knüpft genau an das Niveau an, welches die Kinder der Bigbandklasse nach ihren zwei Jahren beherrschen. Somit ist ein nahtloser Übergang in dieses Ensemble gewährleistet.

Und wenn ich keine Lust mehr habe? Muss ich die zwei Jahre durchhalten?

Um eine verlässliche Planung zu haben, muss eine Anmeldung verbindlich für die zwei Jahre gelten. Es wäre für die anderen Familien unfair, wenn sich die Beiträge plötzlich erhöhen würden, weil ein Kind auf einmal keine Lust mehr hat. Außerdem wäre der ausgewogene Orchesterklang aus der Balance.

Tatsächlich aber ist das „ich hab' keine Lust mehr"-Phänomen in der Bigband-Klasse eher von untergeordneter Rolle: dafür ist das gemeinsame Musizieren und die regelmäßigen Auftritte ein zu großer Motivationsfaktor.

Was kostet die Eltern die Bigband-Klasse? Welche Leistungen bekommen sie dafür?

Der monatliche Beitrag für die Bigband-Klasse beträgt 35,00 Euro. In diesem Betrag sind die Miete für das Instrument, der Instrumentalunterricht und die Versicherung für das Instrument enthalten.

Welche Qualifikation haben die Musikschullehrer?

Wir kooperieren mit der Musikschule Ibbenbüren und deren ausgezeichneten Instrumentalpädagogen. Diese haben eine lange und sehr gute Unterrichtserfahrung auch und gerade mit Kindern und Jugendlichen. Über die Referenzen der Musikschule muss wohl nicht gesprochen werden - jeder Instrumentallehrer hat eine Vielzahl an öffentlichen Konzerten.

Und wenn die Eltern sich das nicht leisten können oder zwischendurch z.B. durch kurzfristige Arbeitslosigkeit die Zahlung gefährdet ist?

In Härtefällen können die „Sozialgutscheine" auf die Beiträge zur Bigband-Klasse angerechnet werden. Wenn darüber hinaus Hilfen nötig sind, müsste eine individuelle Lösung gefunden werden. Sprechen Sie uns (z.B. bei der Anmeldung) an. Kein Kind soll wegen finanzieller Sorgen nicht in die Bigband-Klasse gehen. Wir haben ja z.B. auch unseren Förderverein, den wir Lehrer ggf. für Sie ansprechen.

Kann denn ein "normaler" Musiklehrer ein ganzes Orchester unterrichten?

Im Rahmen des Hochschulstudiums hat jeder Musiklehrer Chor- und Orchesterleitung studiert. Somit kann tatsächlich jeder Musiklehrer ein Orchester unterrichten, die Spezialisten für den Instrumentalunterricht (also die Instrumentalpädagogen) haben wir ja zusätzlich „an Bord".

Für eine Bigband-Klasse gibt es eine zusätzliche Ausbildung für genau diesen Orchesterbereich, um die Besonderheiten dieser Gruppe zu kennen (z.B. die Tatsache, dass halt alle Kinder „bei Null" anfangen; die Systematik, in der wir dort lernen).

Den Instrumentalunterricht kann kein „normaler" Musiklehrer machen, denn dazu muss man Instrumentalpädagoge sein. Der Musiklehrer verknüpft halt im Unterricht die Fertigkeiten, die die Kinder im Instrumentalunterricht erlernen.

Wie melde ich mein Kind zu der Klasse an?

Zusammen mit der Anmeldung für die Gesamtschule läuft auch die etwaige Anmeldung für die Bigband-Klasse.

Wenn es mehr als 30 Anmeldungen für die Klasse gibt, wie werden die Kinder dann ausgesucht?

Im schlimmsten Fall wird es ein zweites Losverfahren geben.

Klar ist aber, dass das Auswahlverfahren zur Bigband-Klasse völlig losgelöst ist vom Losverfahren zur Gesamtschule. Die Entscheidung für (oder gegen) die Bigband-Klasse wird also keine Auswirkungen (weder „positiv" noch „negativ") auf die Aufnahme zur Gesamtschule haben.