IMG 1319Unser Leben ist geprägt von Technik. Im privaten Bereich angefangen bei Gegenständen aus Holz, Metall oder Kunststoff bis hin zu komplexen elektronischen Geräten wie Handy oder Computer. Technik muss richtig eingesetzt und beherrscht werden. Dazu muss Technik aber auch verstanden werden. Dieses Verständnis muss bei der jungen Generation in der Schule erzeugt werden.

Aus diesem Grund bietet die Gesamtschule Ibbenbüren ab der fünften Klasse das Fach Technik an. Dabei werden nicht nur theoretische Grundlagen aus den Bereichen der Holzverarbeitung vermittelt, sondern die Inhalte auch an Werk- und Fertigungsaufgaben in die Praxis umgesetzt.

Praktisches Lernen im Fach Technik

Die Schülerinnen und Schüler sollen handwerkliche Fähig- und Fertigkeiten im Umgang mit verschiedenen Holzarten erlangen, um Werkstücke selbst anfertigen zu können. Auf diese Weise ergeben sich vielleicht schon erste Kennzeichen über eine spätere mögliche Berufswahl.

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Organisationsformen und Lerninhalte

Bei der Herstellung von Gegenständen aus Holz erwerben die Schülerinnen und Schüler Fertigkeiten

  • wie man nach einem Fertigungsablaufplan arbeitet,
  • mit welchen Werkzeugen Holz richtig und sicher bearbeitet wird, welche Werkzeuge Verwendung finden
  • für viele Werkstücke in der Holz-, Metall- und Kunststoffverarbeitung ist außerdem der Einsatz der Tischbohrmaschine erforderlich. Um einen sicheren Einsatz dafür zu gewährleisten, absolvieren die Schülerinnen und Schüler an der Gesamtschule Ibbenbüren einen Bohrmaschinenführerschein. Sie erwerben dabei die grundlegenden Arbeitsschritte und lernen die notwendigen Sicherheitsregeln beim Umgang mit der Tischbohrmaschine kennen.

Zum Arbeiten gehören somit:
Sägen, Feilen, Schleifen und Bohren

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Nachdem die Schülerinnen und Schüler einen ersten Einblick in die Fachbereiche Technik, Hauswirtschaft und Wirtschaft erhalten haben, steht im Jahrgang 7/8 eine intensive Auseinandersetzung mit dem Themenkomplex Technisches Zeichnen in all seinen Facetten auf dem Programm. Neben der Grundregeln und Normen des Technischen Zeichnens sowie der Bedeutung des Technischen Zeichnens an sich wird auf vielfältige Art und Weise das räumliche Denken ebenso geschult wie das saubere und gewissenhafte Arbeiten (Zeichnen). Behandelt werden ferner verschiedene räumliche Darstellungsformen (Kavalierperspektive, Dimetrie, Isometrie) und die Drei-Tafel-Projektion. Im Anschluss daran wird auch am PC gezeichnet. Durch den Einsatz von 2D- und 3D-Software erhalten die Schülerinnen und Schüler einen ersten Einblick in die Art und Weise des Technischen Zeichnens, die heute gang und gäbe ist. Darüber hinaus darf natürlich eine Auseinandersetzung mit den beiden Berufsbildern "Technische/r Produktdesigner/in" und "Technische/r Systemplaner/in" nicht fehlen und rundet das Thema zum Abschluss des Halbjahres ab.

Darstellen und Gestalten" oder kurz „DG" ist ein sogenanntes Wahlpflichtfach, das es somit nur an Gesamtschulen gibt und das bis Klasse 10 durchgehend belegt wird.

Der auf den ersten Blick etwas sperrige Name sagt schon, um was es geht: Wir stellen uns dar und wir gestalten uns und unsere Umgebung. Klingt etwas zu einfach und wenig nach einem Hauptfach, für das man auch lernen muss und Noten bekommt? Stimmt. Das Prinzip ist tatsächlich so einfach.

Die Umsetzung im Unterricht sieht dann aber so aus:
DG berührt viele unterschiedliche Fächer, greift Aspekte daraus auf und nutzt sie für die Theaterarbeit, was vielfältige Bereitschaft seitens der Schüler verlangt:

Bereits bekannte Fächer     Aspekte der Theaterarbeit 
 Sport

 Wir lernen eine neue Sprache, die Körpersprache, indem wir unseren Körper nicht nur benutzen, sondern wahrnehmen, beobachten und seine Stärken und Schwächen bewusst einsetzen, um mit anderen zu kommunizieren, uns mitzuteilen und andere besser zu verstehen. Sich bewegen zu wollen und Action zu machen gehört also unbedingt dazu!

 Deutsch

 Wir verwenden unsere Sprache als Werkzeug und Spielzeug und sind insgesamt freier als im Deutschunterricht: Wir analysieren nicht so sehr andere Texte, sondern sind eher an Gesprächssituationen und Kommunikation miteinander, an Wirkung von Sprache interessiert. Trotzdem entstehen viele selbst geschriebene Texte, man muss also schreiben wollen!

 Kunst/Gestaltung

 Kein Theaterstück ohne Bühnenbilder, Masken, Requisiten und Kostüme! Daher ist es unabdingbar, dass wir uns auch den künstlerischen Aspekten widmen: malen, basteln, werkeln, Stoffe und Kleidung sammeln und umgestalten, Möbel und Pappmaché aufstellen, Gesichter schminken, hinter selbstgemachten Masken verstecken, Videosequenzen drehen, schneiden, Scheinwerfer einsetzen, Schwarzlichttheater usw......... Hier lernen die Kinder auch die unterschiedlichen Jobs am Theater kennen, die eben nicht mit dem Schauspielern zu tun haben: Bühnenarbeit, Bühnenbau, Souffleurarbeit, Kostüm-und Requisitensammlung, Licht- und Tontechnik usw.

 Musik

 Nicht nur für Musicals braucht ein Theater die Musik: Neben Projekten wie „Stomp“ oder „Rhythm is it“, die von dem Leitsatz ausgehen, dass man aus Alltagsgegenständen wie Becher und Besen rhythmische Musikstücke machen kann, werden die Kinder damit bekannt gemacht, dass Töne, Geräusche und Songs Gefühle transportieren können und somit auf der Bühne und in jedem Zuschauer Klangwelten erschaffen, die das Spiel der Schauspieler unterstützen. Besonders schön zeigt sich das, wenn ein Theaterstück mit Livemusik der Schulband aufgeführt werden kann!


Diese kurzen Einblicke in den DG - Unterricht zeigen: Man kann viel fürs Leben lernen.

Auch auf die Gefahr hin, dass es nun etwas zu theoretisch klingt – wir zählen auf, welche Interessen, Eigenschaften und Fähigkeiten ein DG- Schüler einbringen, einüben und kennenlernen kann:
Sinn und Unsinn beim Spielen mit Sprache, Musik, Licht, Bild, verschiedensten Materialien, Bewegung usw. erfordert viel Mut, noch mehr Selbstüberwindung, sich selbst und seine Arbeit vor anderen zu zeigen, und viel Ausdauer, Disziplin, Selbstständigkeit und Teamarbeit.

Zuverlässigkeit, Belastbarkeit und Einsatzbereitschaft sind gefragt, ebenso Geduld und Motivationsfähigkeit, auch und gerade „wenn's mal wieder länger dauert", wie es so schön heißt.

Man muss immer am Ball bleiben, wenn das Theaterprojekt mal stressig wird, weil man so viel tun muss. Und gerade wenn es langweilig wird, weil man mal nichts zu tun hat, während es dann mal z.B. nur ums Licht oder nur um die Schauspieler geht, ist es eine große Herausforderung, trotzdem dranzubleiben.

Verlassen wir die graue Theorie und berichten über die Praxis an der Gesamtschule Ibbenbüren:

"Hauswirtschaft? Toll, da lernst du ja kochen!", heißt es oft.
Aber an der Gesamtschule Ibbenbüren ist Hauswirtschaftsunterricht mehr als nur "kochen".

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Im Fach Arbeitslehre-Hauswirtschaft werden im Jahrgang fünf grundlegenden Tätigkeiten in der Küche und im Haushalt erarbeitet. Hierzu gehört u.a. der sichere und sachgerechte Umgang mit Küchengeräten und die Zubereitung kleinerer Speisen.

Beginnend mit der Frage, was alles zur Hauswirtschaft gehört erarbeiten sich die Schülerinnen und Schüler anschließend wichtige Standards zur Arbeitsorganisation in der Küche. Hierbei spielen vor allem Arbeitsabläufe, unter hygienischen Aspekten betrachtet, eine entscheidende Rolle.

Die Schülerinnen und Schüler erlernen den sicheren Umgang mit Messer, Backofen, Herd und Handrührgerät.

In der Nahrungszubereitung wird dabei zusätzlich der Umgang mit der Waage und anderen Küchenkleingeräten trainiert. Neben den sicherheitsrelevanten Aspekten kommen aber auch der Umgang bei Tisch, das Tischdecken und die gesunde Ernährung nicht zu kurz.

Im Wahlpflichtfach Arbeitslehre Hauswirtschaft, welches von Klasse 6-10 unterrichtet wird, werden küchentechnische Verfahren aus Klasse 5 vertieft (Arbeitsprozesse organisieren, Umgang mit technischen Geräten).

Dazu kommen in den Jahrgängen 6-8 die Inhaltsfelder „Ernährung und Märkte“ (z.B. „Lebensmittelgruppen – Was braucht mein Körper?“, „Global – Regional“) und „Wohnen“ (z.B. „Wohnen allein und in Gemeinschaft“, „Nachhaltigkeit im Haushalt – was geht mich das an?“).

In den Jahrgangsstufen 9 und 10 sind die Inhaltsfelder bereits stärker beruflich orientiert. Hier geht es um Ernährung in bestimmten Lebenssituationen und –phasen (z.B. Ernährung von Sportlern), Berufsorientierung (Berufe im Ernährungs- und Lebensmittelbereich) und Work-Life-Balance (Gesundheitsförderung).

Im Rahmen des Unterrichts werden verschiedenen Produkte genauer betrachtet. Bei einem Getränketest kann so z.B. herausgestellt werden, wie viel Zucker enthalten ist bzw. was die wundersamen Bezeichnungen E... bedeuten.

Die Kompetenz zur Reflexion des eigenen Einkaufs- und Konsumverhaltens der Schülerinnen und Schüler soll angebahnt werden. Hierzu können Produktanalysen oder Dienstleistungs- und Warentests durchgeführt werden.

P1070305 01Manche denken bei dem Wort „Wirtschaft" an komplizierte Steuerpolitik, Börsenkurse oder weltweite Konzerne mit Tausenden von Mitarbeitern.

Aber Wirtschaft findet jeden Tag auch direkt in unserem Umfeld um uns herum statt. Und genau um diese wirtschaftlichen Zusammenhänge („Wirtschaften im privaten Haushalt") geht es in unserem Wirtschaftsunterricht ab Klasse 6. Alle Schüler, die das Fach Arbeitslehre als Wahlpflichtfach wählen, erfahren in Klasse 6 viel über die eigenen wirtschaftlichen Bedürfnisse, hinterfragen den eigenen Konsum und die finanzielle Planung beim Umgang mit dem Taschengeld. Danach wird ein Blick auf Verkaufsstrategien von Geschäften geworfen: warum kaufen wir bestimmte Produkte eigentlich? Was macht die Werbung mit uns und welche Rechte habe ich als Verbraucher? Dabei geht es auch um die Frage, wie man sich umweltbewusst und nachhaltig als Konsument verhalten kann.

Neben diesen spannenden Inhalten ist es im Fach Wirtschaft auch wichtig, verschiedene Arbeitsmethoden kennen zu lernen: es werden Befragungen durchgeführt und ausgewertet, wir gestalten Rollenspiele und stellen diese vor, wir recherchieren gezielt Informationen im Internet und Erkunden z.B. einen Supermarkt vor Ort.

P1070333 01In den SegeL-Stunden erhalten die Schüler Aufgaben, die über den Unterricht hinausgehen, so wird eine Untersuchung zum Taschengeld an unserer Schule durchgeführt oder einzelne Schüler stellen Bücher zum Thema vor (auf dem Foto sehen Sie z.B. Michelle, die das Buch "Shoppingfalle" von B. Blobel zur Verschuldung Jugendlicher gelesen und präsentiert hat).

In den weiteren Jahrgangsstufen werden dann diese Oberthemen behandelt:

  • Wirtschaften in Unternehmen
  • Zukunft von Arbeit und Beruf

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