9D64BF29 44CA 4D62 BBCF 1E0628601238Serie: Bericht aus dem Projektkurs "Sport im 21. Jahrhundert" - Beitrag Nr.1 "Inklusion im Sport"

Viele Schüler*innen mit besonderem Förderbedarf haben schlechte Erfahrungen an vorherigen Schulen gemacht. So auch in einigen unserer Klassen. Eine Gruppe des Projektkurses Sport im 21.Jahrhundert hat sich dem Inklusionsgedanken verpflichtet. Nachdem die Schülerinnen Jana Wenzel, Leonie Richter, Janine Oelgemöller und Madleen Adick Interviews mit Eltern geführt haben, fiel der Entschluss: Sie würden ein Projekt entwickeln, welches zur Aufklärung beiträgt und Toleranz und Offenheit verkörpert. Das Projekt ist ein Pilotprojekt, das zunächst nur in einer Klasse unserer Schule durchgeführt wurde. Es ging den Schülerinnen des Gruppe besonders darum, die Gefühle von jemandem der nicht hört, sieht, spricht ins Zentrum der Aufmerksamkeit zu rücken. Im Zuge des Inklusionstages wurden dann verschiedene Spiele mit der Klasse durchgeführt. Das Durchleben dieses Zustandes soll an die Toleranz der Schüler*innen appellieren. 

Die Schülerinnen selbst berichten: 

Daraufhin haben wir uns entschieden, ein Projekt gemeinsam mit der Klasse 5 zu erarbeiten, da es in dieser Klasse Schüler gibt, die eine Beeinträchtigung beim Hören haben. Unsere Erarbeitung des Projektes basiert auf den Interessen der Schülerinnen und Schüler dieser Klasse. So wurde z.B Hockey als eine Sportart angegeben, die die Kinder gerne einmal ausprobieren wollen. Nun war es unsere Aufgabe dies so umzuwandeln, dass Schülerinnen und Schüler auf ein gleiches Ausgangsniveau gebracht werden. Also haben wir uns Spiele ausgedacht, bei denen die Kinder verschiedenste körperliche Einschränkungen, gekoppelt an Sport ausprobieren können. Z.B Hockey mit Gehörschützern (die wir von den Firmen Berufsbekleidung Leissing und Workwear 25 gesponsert bekommen haben) oder aber auch Basketball in Rollstühlen, (welche wir uns von der Firma Sanimed ausleihen konnten). Auch einen Parcours konnten die Kinder durchlaufen, indem sie „blind“ waren und ein Partner sie durch Signale wie Laute oder Körperberührungen durch den Parcours führte. Was wir mit diesem Projekt vor allem in der Klasse erreichen wollten, war eine stärkere Vertrauensbasis, ein besseres Empathievermögen aber natürlich auch, dass sie lernen zu verstehen, wie es ist, mit einer Beeinträchtigung zu leben bzw. Sport zu machen. Wir erhoffen uns, mit diesem Projekt auch noch andere Menschen auf diese Probleme aufmerksam zu machen, die sich infolge dessen vielleicht unser ausgearbeitetes Projekt zur Hand nehmen, um auch anderen Schülern oder Sportvereinen einmal einen Blick über den Tellerrand zu ermöglichen.

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Die Vorstellung des Pilotprojektes wurde bereits an Kindergärten und andere Schulen verschickt.